Welche Ausbildung passt zu mir und wie sieht der Alltag in einem IT-Unternehmen wirklich aus? In diesem Beitrag geben unsere Azubis bei IntraConnect ehrliche Einblicke in verschiedene Ausbildungswege: von Fachinformatiker:in für Systemintegration über Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement bis zum dualen Studium. Sie erzählen, womit man startet, wie Verantwortung Schritt für Schritt wächst, welche Prüfungen anstehen und welche Tipps den Einstieg leichter machen.
Unsere Ausbildungsberufe bei IntraConnect
Bei IntraConnect bilden wir in unterschiedlichen Berufen aus. Je nach Schwerpunkt geht es stärker um Technik und Infrastruktur, um Organisation und Prozesse oder um kaufmännische Aufgaben in einem IT-Umfeld.
Fachinformatiker:in für Systemintegration
Hier dreht sich alles um IT-Systeme im Betrieb: Netzwerke, Server, Microsoft 365, Monitoring, Sicherheit, Ticketbearbeitung und Support. Viele Aufgaben finden im Team statt, oft in direkter Zusammenarbeit mit Kunden.
Unser Auszubildender Linus ist im 2. Lehrjahr und eher zufällig zur IT gekommen, dafür aber mit klarer Begeisterung: Schon vorher hat er gern am Rechner gearbeitet, Hardware zusammengebaut und Upgrades gemacht. Auch die Softwareseite hat ihn interessiert, zum Beispiel Videoschnitt und erste Schritte mit HTML. Zunächst startete Linus im Servicedesk und arbeitet inzwischen im Service Operations Team. Während im Servicedesk das Reagieren auf Kundenanliegen im Mittelpunkt steht, bleibt im Service Operations Umfeld mehr Zeit, Tickets konzentriert abzuarbeiten und Lösungen sauber umzusetzen. Hierzu gehören beispielsweise das Prüfen von Backups und Monitoringmeldungen oder tägliche Sicherheits-Checks.
Fachinformatiker Systemintegration + Abitur
Diese Ausbildungsform kombiniert die Berufsausbildung mit dem Abitur und dauert insgesamt vier Jahre. Der Vorteil: Man erreicht zwei Abschlüsse in einem Weg. Gleichzeitig ist die Belastung hoch, weil Berufsschule, betriebliche Praxis und Abiturstoff parallel laufen.
Lennart ist aktuell im dritten Ausbildungsjahr der Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit Abitur. Als nächstes stehen sowohl die Abschlussprüfung (IHK) als auch die Abiturprüfungen an. Zur IT gefunden hat Lennart nicht über den Schulunterricht, sondern über Praxis: Mit dem ersten eigenen PC begann er Probleme zu lösen und sich Wissen über Recherche aufzubauen, so wurde er im Familienkreis schnell zum Ansprechpartner. Auf einer Berufsmesse hörte er dann von der dualen Berufsausbildung mit Abitur, das klang für ihn sinnvoll, weil er nicht noch einmal mehrere Jahre nur in der Schule sein wollte. Lennart startete zunächst im Support, übernahm aber mit der Zeit mehr First-Level-Verantwortung und arbeitete sich stärker in Themen wie Microsoft 365 und anspruchsvollere Supportfälle hinein. Im Servicedesk geht es oft weniger darum jedes Problem direkt selbst zu lösen, sondern darum, Anliegen schnell zu verstehen, richtig zu priorisieren und an die passende Stelle weiterzugeben, damit Tickets ohne Umwege bei den richtigen Kolleginnen und Kollegen landen. Wie es nach seiner Ausbildung weitergeht, ist bei ihm noch offen: Erst einmal möchte er erfolgreich abschließen, danach kann er sich auch ein Studium vorstellen. Nach seinem Abschluss sieht er sich aktuell am ehesten weiterhin im First Level Support in einem ähnlichen Aufgabenfeld wie heute.
Konrad ist aktuell im 2. Jahr der Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit Abitur und arbeitet im Support/Servicedesk. Dort ist er eine wichtige Schnittstelle: Er nimmt Anrufe und Tickets an, versteht und sortiert Anliegen, priorisiert sie und sorgt dafür, dass sie schnell an die richtige Stelle im Team gelangen. Bei ihm steht in Kürze Teil 1 der Abschlussprüfung an. Perspektivisch sieht Konrad sich im Bereich Netzwerktechnik: Er möchte beim Aufbau und der Einrichtung von Netzwerken mitarbeiten, von der Planung der benötigten Technik bis zur sauberen softwareseitigen Konfiguration, damit am Ende alles reibungslos läuft. Sein Weg in die IT war dabei eher Neugier, als ein einzelner Auslöser: Schon als Kind fand er spannend, wie Elektrik und Licht funktionieren und später verlagerte sich das Interesse auf Systeme, Zusammenhänge und Technik, die man verstehen und aufbauen kann.
Duales Studium Informationssystemtechnik
Im dualen Studium verbindet sich Hochschul-Theorie mit Praxisprojekten im Unternehmen. Der Fokus liegt auf IT-Systemen, Infrastruktur, Konfiguration und modernen Umgebungen (z. B. Cloud-Services), je nach Einsatzbereich auch stark projektgetrieben. Johannes absolviert sein duales Studium der Informationssystemtechnik (Studienmodul: Informationstechnik) an der Dualen Hochschule Sachsen. Er ist im vorletzten Semester und wird voraussichtlich Ende September sein Studium abschließen. Nach einer längeren Startphase im Support arbeitet er heute überwiegend im Team Change und in Onboardingprojekten. Viele seiner Aufgaben drehen sich um planbare technische Arbeit: Systeme einrichten, Konfigurationen anpassen und Changes umsetzen, beispielsweise bei Firewall-, Switch- oder Netzwerk-Themen, Virtualisierung oder Microsoft-365-/Tenant-Fragen. Der Fokus liegt dabei häufig auf der Ausführung und dem „ins Laufen bringen“ in Kundenumgebungen. Aktuell hat er noch ein Theoriesemester mit verschiedenen Prüfungen vor sich. Danach folgt als großer Abschluss die Bachelorarbeit, die er im Sommer bearbeitet.
Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement
In dieser Ausbildung geht es um Organisation, Kommunikation und kaufmännische Abläufe, oft genau dort, wo Struktur den Unterschied macht: in Postfächern, Prozessen, Dokumenten, Bestellungen, Terminen und interner Koordination.
In der Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement ist Ben im Team Vertrieb & Marketing eingesetzt. Dort erstellt er Angebote, beschafft Hardware und Lizenzen und unterstützt im Rechnungswesen. Außerdem kümmert er sich um organisatorische Themen wie Vertragsmanagement, Meeting-Vorbereitung, Logistik und den Fuhrpark. Obwohl Ben erst im 2. Ausbildungsjahr ist, übernimmt er viele Aufgaben bereits selbstständig und sorgt im Hintergrund dafür, dass alles läuft. Als nächstes steht auch bei Ben Teil 1 der Abschlussprüfung an. Nach der Ausbildung möchte er gern bei IntraConnect bleiben und mehr Verantwortung übernehmen.
Erwartungen an die Ausbildung und Realität
Zu Beginn haben viele ein klares Bild davon, wie ihre Ausbildung ablaufen wird und im Alltag zeigt sich dann, welche Erwartungen sich bestätigen und wo sich Schwerpunkte verschieben. Bei Linus stand im ersten Lehrjahr vor allem Hardware im Fokus: Umbauten, Setups und Vor-Ort-Termine. Später verlagerte sich die Arbeit stärker in Richtung Tickets und Service und inzwischen kommt Hardware durch Onboardings, Geräteeinrichtung oder Checks wieder häufiger vor. Ben ist mit der Erwartung gestartet, dass Büromanagement vor allem eines ist: abwechslungsreich. Genau das hat sich bestätigt, viele unterschiedliche Aufgaben, Themenwechsel und ein Umfeld, in dem man nicht jeden Tag dasselbe macht. Lennart hatte zu Beginn weniger konkrete Vorstellungen, ging aber davon aus, dass sich viel um Administration dreht. Rückblickend passt das gut: Durch Veränderungen im Umfeld und neue Strukturen sind seine Aufgaben klarer geworden. Überraschend war für ihn vor allem, wie stark Microsoft 365 im Alltag tatsächlich eine Rolle spielt.
Wie sieht ein typischer Azubi-Alltag aus?
Linus und Konrad erleben den IT-Alltag sehr ähnlich: Vieles ist planbar, gleichzeitig bleibt der Betrieb dynamisch. Tickets mit hoher Priorität kommen rein, Server oder Komponenten melden Probleme und das Monitoring „klingelt“ wie ein Dauer-Alarm, auf den man reagieren muss. Beide starten ihren Tag typischerweise mit einem kurzen Überblick über neue Meldungen, sortieren und priorisieren Anfragen und arbeiten dann im Supportfluss weiter: Tickets und Anrufe aufnehmen, Themen verstehen, einordnen und die nächsten Schritte anstoßen oder an die richtige Stelle weitergeben. Unterstützt wird das durch Team-Austauschrunden, in denen offene Themen besprochen werden und durch Fokuszeiten, in denen man sich bewusst auf eine Aufgabe konzentriert.
Wenn Ben auf Arbeit kommt, startet er seinen PC und schaut als erstes in seine E-Mails sowie in den Vertriebsposteingang. Im Team gibt es einen geteilten Posteingang, in den alle reinschauen können. Dort prüft er, ob Aufträge, Anfragen oder Kundenmails eingegangen sind, damit nichts liegen bleibt. Danach arbeitet er seine Aufgaben ab. Montags plant er die Woche vor, so gut es geht. Gleichzeitig kommen immer wieder spontane Dinge rein, zum Beispiel wenn Lizenzen benötigt werden oder Pakete verschickt werden müssen. Dann wird umpriorisiert, damit die wichtigen Themen direkt erledigt sind.
Warum IntraConnect?
In den Interviews wird schnell klar: Entscheidend ist nicht nur die Ausbildung selbst, sondern das Umfeld. Viele nennen als Hauptgrund ein starkes Teamgefühl mit guter Stimmung, Humor und einem Miteinander, bei dem man sich schnell wohlfühlt und gern zur Arbeit kommt. Dazu kommt eine offene Kultur, in der man Fragen stellen kann, Unterstützung bekommt und nicht „von oben herab“ behandelt wird, sondern auf Augenhöhe.
Mehrere Azubis betonen außerdem, dass IntraConnect ihnen echte Aufgaben und Vertrauen gibt: Man wird ernst genommen, kann Verantwortung übernehmen und wächst sichtbar in die Rolle hinein. Gerade in den technischen Bereichen spielt auch die Dynamik eine Rolle: Prozesse entwickeln sich weiter, Support und Services werden verbessert. Wer hier ausgebildet wird, erlebt Veränderung nicht als Störung, sondern als Teil des Alltags und kann dabei mitgestalten.
Ausgleich nach Feierabend
Linus (Fachinformatiker Systemintegration): Auch außerhalb der Arbeit bleibt Technik für Linus manchmal ein Thema, aber eher als Hobby: YouTube, Gaming mit Freunden, Smartphone-Personalisierung oder Bastelprojekte wie ein Raspberry Pi fürs Smart Home.
Ben (Büromanagement): Ben hört viel Musik, spielt in seiner Freizeit gern (aktuell u. a. Pokémon und Mario Kart) und sammelt Pokémon-Karten um sein Lieblings-Set zu vervollständigen.
Johannes (Duales Studium Informationssystemtechnik): Johannes zockt gern, vor allem Singleplayer-Rollenspiele, aber auch mit Freunden Partyspiele wie Mario Kart. Außerdem treffen sie sich regelmäßig zu Brettspielabenden. Und wenn das Wetter passt, geht’s für ihn auch raus: rund um Dresden entdeckt er gern kleine Wanderrouten, um in der Natur abzuschalten.
Lennart (Fachinformatiker Systemintegration, duale Berufsausbildung mit Abitur): Lennart geht regelmäßig ins Gym, meist nach der Arbeit und in der Wintersaison ist er gern beim Skifahren. In seiner Freizeit beschäftigt er sich außerdem viel mit Finanzthemen und Investieren.
Konrad (Fachinformatiker Systemintegration, duale Berufsausbildung mit Abitur): Zum Ausgleich geht Konrad klettern, praktischerweise direkt in der Nähe der Arbeit. Außerdem beschäftigt er sich privat gern mit IT-Themen, nutzt Linux und tüftelt an Administration und System-Setups. Nebenbei war er lange bei den Pfadfindern aktiv und hat sogar eine Kindergruppe betreut, mit Ausflügen und wöchentlichen Treffen.
Tipps an neue Azubis
Aus den Interviews zieht sich ein roter Faden: Lieber einmal mehr nachfragen als etwas kaputt zu machen, auch wenn jemand gerade beschäftigt wirkt. Genauso wichtig ist der Mut, sich auf den Alltag im Support einzulassen: Telefonieren gehört dazu, ist anfangs ungewohnt, wird aber schnell leichter und die meisten Anrufenden sind deutlich entspannter, als man denkt.
Außerdem lohnt es sich, vorhandenes Wissen aktiv zu nutzen: Wiki, Dokumentationen und Kundenablagen helfen oft schneller weiter als langes Rätselraten. Für die Berufsschule gilt ein pragmatischer Tipp: aufpassen statt nebenbei am Handy sein, dann ist der Lernaufwand zu Hause meist deutlich geringer. Und wer einen besonders anspruchsvollen Weg wählt, wie Ausbildung mit Abitur, sollte früh mit Lernstruktur und Planung starten, weil in Prüfungsphasen schnell vieles parallel kommt. Insgesamt zeigt sich: Wer offen bleibt, sich Hilfe holt und konsequent dranbleibt, kommt am schnellsten rein.
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