Ransomware gehört zu den gefährlichsten Cyberangriffen: Die Schadsoftware sperrt Systeme oder verschlüsselt Dateien und fordert anschließend Lösegeld, oft in Kryptowährungen. Betroffen sind nicht nur große Konzerne, sondern auch Krankenhäuser, Schulen oder Fertigungsbetriebe. Der Beitrag erklärt die wichtigsten Ransomware-Arten, typische Infektionswege und zeigt, welche Schutzmaßnahmen das Risiko für Unternehmen deutlich reduzieren.
Was ist Ransomware?
Ransomware ist eine Form von Schadsoftware (Malware), die Dateien oder ganze Systeme verschlüsselt oder den Zugriff auf den Bildschirm sperrt. Ziel der Angreifer ist Erpressung. Für die Freigabe fordern sie häufig ein Lösegeld, oft in Kryptowährungen wie Bitcoin, weil Zahlungen damit schwerer nachzuverfolgen sind. Ransomware zählt weltweit zu den größten Cyberbedrohungen für Organisationen und betrifft nicht nur große Konzerne, sondern auch sensible Bereiche wie Krankenhäuser, Schulen, Banken oder Fertigungsbetriebe. Für Unternehmen ist das besonders kritisch, weil neben Daten auch Prozesse, Netzwerk-Zugänge und ganze Arbeitsumgebungen betroffen sein können.
Wie läuft ein Ransomware-Angriff ab?
Grundsätzlich gibt es zwei typische Formen: Screenlocker blockieren den Bildschirm und verhindern das Weiterarbeiten. Bei Dateiverschlüsselern werden Daten auf dem System unbrauchbar gemacht und ein Entschlüsselungscode gegen Bezahlung angeboten. Manche Varianten haben eine Inkubationszeit und werden erst später aktiv. Dadurch können mehrere Systeme gleichzeitig betroffen sein, bevor der Angriff überhaupt auffällt. Häufig kombinieren Cyberkriminelle dabei mehrere Bedrohungen, etwa indem vor der eigentlichen Verschlüsselung ein Trojaner platziert wird, der Zugänge vorbereitet oder sich im Netzwerk ausbreitet. Die Folgen reichen von Produktionsausfällen und Datenverlust bis zu hohen Kosten, Reputationsschäden und Vertrauensverlust. Betroffen sind dann nicht selten auch Kunden und Partner als indirekte Opfer.
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Wie infiziert man sich?
Häufig nutzen Angreifer Social Engineering, also psychologische Tricks, damit Mitarbeitende auf Links klicken oder infizierte Dateien öffnen. Auch kompromittierte Websites können über Drive-by-Infektionen schädlichen Code ausführen. Zusätzlich kommen manipulierte Speichermedien vor, etwa „zufällig gefundene“ USB-Sticks (USB-Drop-Attacken). Für Unternehmens-IT ist besonders riskant, wenn sich Schadsoftware über gemeinsam genutzte Ressourcen oder das Netzwerk weiterverbreitet und mehrere Computer gleichzeitig betroffen sind.
Was kann man tun, um sich zu schützen?
- Keine verdächtigen Links oder Pop-ups öffnen, insbesondere bei ungewöhnlichen Dateiendungen wie .exe oder .docm.
- Links prüfen, zum Beispiel durch Mauszeiger darüber bewegen und Ziel-URL kontrollieren.
- Software und Betriebssysteme konsequent aktualisieren, um Sicherheitslücken zu schließen.
- Moderne Sicherheitssoftware und Firewall nutzen und aktuell halten.
- Nur von vertrauenswürdigen Quellen herunterladen, idealerweise direkt vom Hersteller.
- Keine fremden USB-Sticks oder Datenträger anschließen, nur genehmigte Hardware verwenden.
- Regelmäßig Backups erstellen und diese zusätzlich schützen, damit sie im Ernstfall nutzbar bleiben und Verschlüsselungen nicht auch Sicherungskopien treffen.
Fazit
Ransomware ist mehr als ein IT-Problem, weil Ausfälle, Datenverlust und Vertrauensschäden schnell den gesamten Betrieb treffen können. Entscheidend sind ein sicherer Umgang mit Links und Dateien, konsequente Updates, aktuelle Schutzlösungen und belastbare, geschützte Datensicherungen. Klare Prozesse und Prävention sorgen dafür, dass Angriffe schneller erkannt werden und die Auswirkungen für Unternehmen möglichst gering bleiben.