IT-Sicherheit auf Reisen: So schützen Unternehmen Daten, Geräte und Mitarbeitende unterwegs

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Sommerzeit ist Reisezeit. Flüge werden online gebucht, Hotelbestätigungen per E-Mail abgerufen und Reiseunterlagen in der Cloud gespeichert. Smartphone, Tablet und Notebook sind fast immer dabei. Für Unternehmen wird genau das zum Sicherheitsthema. Denn viele Mitarbeitende greifen auch unterwegs auf geschäftliche E-Mails, Kundendaten, Cloud-Dienste oder interne Dokumente zu. Unsichere WLANs, gefälschte Buchungsbestätigungen, manipulierte Links oder verlorene Geräte können dann schnell mehr verursachen als nur privaten Ärger. Sie können zu Datenschutzvorfällen, kompromittierten Zugangsdaten oder Ausfällen im Arbeitsalltag führen. Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich viele Risiken deutlich reduzieren. In diesem Beitrag zeigen wir, wie Mitarbeitende unterwegs sicher arbeiten und welche Maßnahmen Unternehmen für sicheres mobiles Arbeiten treffen sollten.

Warum Reisen mit digitalen Geräten besondere Risiken mit sich bringt

Auf Reisen nutzen viele Menschen ihre Geräte anders als im Büro oder zu Hause. Sie verbinden sich mit fremden Netzwerken, laden Geräte an öffentlichen Orten, öffnen E-Mails auf dem Smartphone und greifen schnell auf Buchungsportale, Zahlungsdienste oder Cloud-Anwendungen zu.

Genau diese Situationen nutzen Cyberkriminelle aus. Eine gefälschte Hotelnachricht, ein angebliches WLAN am Flughafen oder eine dringende Zahlungsaufforderung können ausreichen, um Zugangsdaten abzugreifen oder Ransomeware zu verbreiten. Besonders kritisch wird es, wenn geschäftliche Geräte oder Unternehmenszugänge betroffen sind. Dann geht es nicht nur um private Reiseunterlagen, sondern auch um E-Mail-Konten, Kundendaten, interne Dokumente und geschäftskritische Anwendungen. Die wichtigste Regel lautet daher: Digitale Sicherheit beginnt vor der Abreise.

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Vor der Reise: Vorsicht bei E-Mails, Links und Buchungsportalen

Rund um Reisen wirken betrügerische Nachrichten oft besonders glaubwürdig. Buchungsbestätigungen, Zahlungsaufforderungen oder Hinweise zu geänderten Reisedaten passen zeitlich oft genau zur aktuellen Situation. Deshalb werden sie schneller geöffnet als andere Nachrichten. Rufen Sie Reiseunterlagen möglichst direkt über das Portal ab, bei dem Sie gebucht haben. Öffnen Sie keine Links oder Anhänge aus unerwarteten Nachrichten, wenn Sie unsicher sind.

Achten Sie besonders auf diese Warnzeichen bei ungewöhnlichen Nachrichten:

  • Die Nachricht erzeugt Zeitdruck.
  • Sie sollen eine Zahlung erneut bestätigen.
  • Die Absenderadresse sieht ungewöhnlich aus.
  • Link und angezeigter Text passen nicht zusammen.
  • Die Nachricht enthält unerwartete Anhänge.
  • Sie werden auf eine ungewohnte Login-Seite geleitet.
  • Sprache, Logo oder Gestaltung wirken leicht verändert.

Gerade auf Dienstreisen sollten Mitarbeitende bei verdächtigen Nachrichten lieber einmal mehr nachfragen. Ein kurzer Hinweis an die IT oder den Servicedesk ist besser, als versehentlich Zugangsdaten preiszugeben.

Checkliste vor der Abreise

Bevor es losgeht, sollten Sie Geräte und Konten prüfen. Das spart unterwegs Stress und reduziert das Risiko, dass Sicherheitsprobleme ausgerechnet im Urlaub oder auf Dienstreise auftreten. Das sollten Sie vor der Abreise erledigen:

  • Nehmen Sie nur die Geräte mit, die Sie wirklich benötigen.
  • Installieren Sie verfügbare Updates für Betriebssystem, Browser und wichtige Programme, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.
  • Aktivieren Sie eine Bildschirmsperre auf Smartphone, Tablet und Laptop.
  • Nutzen Sie starke Passwörter oder einen Passwort-Manager.
  • Aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentisierung oder Multi-Faktor-Authentifizierung für wichtige Konten.
  • Prüfen Sie, ob wichtige Daten gesichert sind.
  • Informieren Sie Ihren IT-Ansprechpartner, wenn Sie geschäftliche Geräte mit ins Ausland nehmen.
  • Prüfen Sie bei geschäftlichen Geräten, ob diese zentral verwaltet werden. So können Sicherheitsrichtlinien vorgegeben, Geräte verschlüsselt und mobile Geräte bei Verlust besser geschützt werden.

Für Unternehmen ist außerdem wichtig, klare Regeln für Dienstreisen und mobiles Arbeiten festzulegen. Dazu gehört zum Beispiel, welche Geräte genutzt werden dürfen, welche Zugänge erlaubt sind und was Mitarbeitende im Notfall tun sollen.

Während der Reise: Öffentliches WLAN nur mit Vorsicht nutzen

Öffentliche WLANs in Hotels, Flughäfen, Cafés oder Bahnhöfen sind praktisch, aber nicht immer sicher. Angreifer können Netzwerke mit vertrauenswürdigen Namen einrichten oder ungeschützte Verbindungen ausnutzen. Wenn Sie ein öffentliches Netzwerk nutzen, vermeiden Sie Online-Banking, geschäftskritische Zugriffe und die Eingabe sensibler Daten. Achten Sie darauf, dass Webseiten verschlüsselt übertragen werden. Das erkennen Sie an „https“ in der Adresszeile. Noch besser ist es, unterwegs mobile Daten oder eine freigegebene VPN-Verbindung zu nutzen. VPN steht für Virtual Private Network. Es baut eine geschützte Verbindung auf und kann helfen, Daten in unsicheren Netzwerken besser abzusichern. Für Unternehmen ist ein VPN besonders relevant, wenn Mitarbeitende unterwegs auf interne Systeme, Dateien oder Anwendungen zugreifen. Schalten Sie außerdem WLAN, Bluetooth und NFC aus, wenn Sie diese nicht benötigen. So verhindern Sie, dass sich Ihr Gerät unbemerkt mit fremden Netzwerken oder Geräten verbindet und reduzieren die mögliche Angriffsfläche.

Öffentliche Computer und USB-Ladestellen meiden

Öffentliche Computer in Hotels oder Internetcafés sollten Sie nicht für vertrauliche Tätigkeiten nutzen. Sie wissen nicht, ob das Gerät sicher ist. Verzichten Sie dort auf Online-Banking, geschäftliche E-Mails, Cloud-Zugänge und sensible Dokumente. Auch öffentliche USB-Ladestellen und fremde Ladekabel sollten Sie meiden. Beim Laden kann unter Umständen nicht nur Strom, sondern auch Daten übertragen werden. Nutzen Sie deshalb eigene Netzteile, eigene Kabel oder eine Powerbank. Für Unternehmen lohnt sich hier eine klare Empfehlung an Mitarbeitende: Geschäftliche Geräte sollten unterwegs nur mit eigenem Zubehör geladen und nicht an fremde Systeme angeschlossen werden.

Geräte vor Verlust und Diebstahl schützen

Smartphones, Tablets und Notebooks sind unterwegs besonders gefährdet. Sie liegen im Hotelzimmer, auf dem Tisch im Café oder in der Tasche im Zug. Der materielle Schaden ist ärgerlich. Kritischer ist oft der mögliche Zugriff auf gespeicherte Daten. Bewahren Sie Geräte sicher auf und lassen Sie sie nicht unbeaufsichtigt. Aktivieren Sie Bildschirmsperren, Gerätesuche und Verschlüsselung. Verschlüsselung bedeutet, dass gespeicherte Daten ohne passenden Zugang nicht lesbar sind. Gerade bei mobilen Geräten ist das ein wichtiger Schutz. Für geschäftliche Geräte sollten Unternehmen zusätzlich prüfen, ob sie zentral verwaltet werden. Über Mobile Device Management oder Unified Endpoint Management lassen sich Sicherheitsrichtlinien umsetzen, Updates steuern und Geräte bei Verlust aus der Ferne sperren oder löschen.

Weniger preisgeben: Abwesenheit nicht öffentlich machen

Auch Informationen über Ihre Reise können missbraucht werden. Automatische Abwesenheitsnotizen oder öffentliche Urlaubsfotos verraten unter Umständen, dass niemand zu Hause oder im Büro ist. Teilen Sie Reisepläne daher nur zurückhaltend und prüfen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Beiträge. Bei geschäftlichen Abwesenheitsnotizen sollten Sie keine unnötigen Details nennen. Oft reicht eine kurze Information, ab wann Sie wieder erreichbar sind und wer Sie vertritt. Für Unternehmen ist das besonders wichtig, weil Angreifer solche Informationen gezielt für Betrugsversuche nutzen können. Wenn öffentlich bekannt ist, dass eine Führungskraft oder ein bestimmter Ansprechpartner nicht erreichbar ist, können gefälschte Zahlungsanweisungen oder dringende Anfragen glaubwürdiger wirken.

Nach der Reise: E-Mails und Geräte prüfen

Nach dem Urlaub oder der Dienstreise ist der Posteingang oft voll. Zwischen echten Nachrichten können sich gefälschte Mahnungen, angebliche Kontowarnungen oder betrügerische Rechnungen verstecken. Nach der Rückkehr sollten Sie:

  • E-Mails aufmerksam prüfen.
  • Verdächtige Nachrichten löschen oder an die IT melden.
  • Keine Anhänge aus ungewöhnlichen Nachrichten öffnen.
  • Geschäftliche Geräte bei Auffälligkeiten prüfen lassen.
  • Ungewöhnliche Anmeldungen oder Sicherheitsmeldungen ernst nehmen.
  • Wichtige Passwörter ändern, wenn Sie ein Risiko vermuten.

Gerade nach längerer Abwesenheit gilt: Lassen Sie sich nicht von künstlicher Eile unter Druck setzen. Phishing-Mails arbeiten oft mit Angst, Fristen oder angeblichen Sperrungen. Für Unternehmen ist es sinnvoll, Mitarbeitende nach Reisen oder längeren Abwesenheiten gezielt daran zu erinnern, verdächtige Nachrichten zu melden. So können mögliche Sicherheitsvorfälle früh erkannt und eingegrenzt werden.

Wie IntraConnect Unternehmen beim sicheren mobilen Arbeiten unterstützt

Sicheres Reisen ist kein einzelner Tipp, sondern das Ergebnis aus Technik, klaren Regeln und geschulten Mitarbeitenden. Für Unternehmen bedeutet das: Mobiles Arbeiten muss bewusst abgesichert werden, besonders dann, wenn Mitarbeitende auf Dienstreisen, im Homeoffice oder unterwegs auf Unternehmensdaten zugreifen. Genau hier setzt die 360° IT-Betreuung von IntraConnect an. Wir unterstützen Unternehmen dabei, mobile Endgeräte und Zugänge so abzusichern, dass Mitarbeitende flexibel arbeiten können, ohne unnötige Sicherheitsrisiken einzugehen. Dazu gehören unter anderem:

  • zentrale Verwaltung von Notebooks, Smartphones und Tablets
  • regelmäßige Sicherheitsupdates
  • Endpoint Protection und Virenschutz
  • Spam- und Phishing-Schutz
  • Datenträgerverschlüsselung
  • Multi-Faktor-Authentifizierung
  • sichere Zugänge über VPN oder andere geschützte Verbindungen
  • Backup-Konzepte und Wiederherstellungsprozesse
  • klare Sicherheitsrichtlinien für mobiles Arbeiten und Dienstreisen

Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist das wichtig. Häufig gibt es einzelne IT-Ansprechpartner oder interne Koordinatoren, aber keine eigene große IT-Abteilung. Dann braucht es eine IT-Betreuung, die nicht nur reagiert, wenn etwas passiert, sondern Risiken frühzeitig erkennt und vorbeugt. Ein wichtiger Baustein sind zentral verwaltete Geräte. Sie helfen dabei, Sicherheitsstandards konsequent umzusetzen: Updates werden nicht vergessen, Geräte können verschlüsselt werden und bei Verlust lässt sich schneller reagieren.

Ebenso wichtig sind Awareness-Trainings. Viele Cyberangriffe beginnen nicht mit einer technischen Schwachstelle, sondern mit einer gut gemachten Phishing-Mail, einem manipulierten Link oder einer gefälschten Login-Seite. Mitarbeitende lernen, solche Angriffe besser zu erkennen und richtig zu reagieren. Auch der Servicedesk spielt eine wichtige Rolle. Wenn unterwegs ein Gerät streikt, ein Zugriff nicht funktioniert oder ein Sicherheitsverdacht entsteht, brauchen Mitarbeitende einen klaren Ansprechpartner. Für Unternehmen schafft das mehr Sicherheit, reduziert Ausfallzeiten und entlastet interne Verantwortliche. Absolute Sicherheit gibt es nicht. Entscheidend ist, Risiken zu senken und im Ernstfall strukturiert reagieren zu können. Mit der 360° IT-Betreuung unterstützt IntraConnect Unternehmen dabei, genau diese Grundlage zu schaffen.

Fazit

Ob Urlaub oder Dienstreise: Wer unterwegs digitale Geräte nutzt, sollte seine Daten bewusst schützen. Viele Risiken lassen sich bereits durch einfache Maßnahmen wie aktuelle Software, starke Passwörter, Zwei-Faktor-Authentifizierung, vorsichtigen Umgang mit öffentlichen Netzwerken und den Schutz vor Geräteverlust deutlich reduzieren. Für Unternehmen reicht es jedoch nicht aus, Mitarbeitenden nur einzelne Tipps mitzugeben. Sicheres mobiles Arbeiten braucht klare Prozesse, geschützte Geräte und eine IT-Umgebung, die auch unterwegs zuverlässig unterstützt. Wenn Technik, klare Regeln und sensibilisierte Mitarbeitende zusammenspielen, bleiben Daten auch unterwegs besser geschützt. Das gilt im Büro, im Homeoffice und auf Reisen.

Häufige Fragen zur IT-Sicherheit auf Reisen

Warum ist IT-Sicherheit auf Dienstreisen besonders wichtig?

Auf Dienstreisen greifen Mitarbeitende häufig von unterwegs auf geschäftliche E-Mails, Cloud-Dienste, Kundendaten oder interne Systeme zu. Gleichzeitig nutzen sie fremde Netzwerke, mobile Geräte und öffentliche Orte. Dadurch steigt das Risiko für Phishing, Datenverlust, unsichere Verbindungen oder Gerätediebstahl.

Öffentliches WLAN sollte nur mit Vorsicht genutzt werden. Für sensible Tätigkeiten wie Online-Banking, geschäftliche Zugriffe oder die Eingabe von Zugangsdaten sind mobile Daten oder eine geschützte VPN-Verbindung sicherer. Unternehmen sollten klare Regeln für die Nutzung öffentlicher Netzwerke festlegen.

Unternehmen sollten sicherstellen, dass geschäftliche Geräte aktuell, verschlüsselt und zentral verwaltet sind. Außerdem sollten Multi-Faktor-Authentifizierung, sichere Passwörter, Backup-Konzepte und klare Notfallkontakte eingerichtet sein. Wichtig ist auch, Mitarbeitende für Phishing, gefälschte Links und unsichere WLANs zu sensibilisieren.

Der Verlust sollte sofort an die IT-Abteilung oder den IT-Dienstleister gemeldet werden. Idealerweise kann das Gerät aus der Ferne gesperrt oder gelöscht werden. Zusätzlich sollten Zugänge geprüft, Passwörter geändert und mögliche Sicherheitsvorfälle dokumentiert werden.

IntraConnect unterstützt Unternehmen mit der 360° IT-Betreuung bei der Absicherung mobiler Geräte, der Einrichtung sicherer Zugänge, regelmäßigen Updates, Endpoint Protection, Verschlüsselung, Multi-Faktor-Authentifizierung, Backup-Konzepten und Awareness-Maßnahmen. Ziel ist eine IT-Umgebung, die auch unterwegs zuverlässig und sicher funktioniert.

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